Natürlich die Haut pflegen bei Neurodermitis

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Bei Hautpflege nicht nur auf Silikone verzichten

Dass ich ein Blog zum Thema „ohne Silikone“ führe, kommt natürlich nicht von ungefähr, sondern es gibt einen guten Grund: Hautprobleme. Die begleiten nun seit mehr als 20 Jahren durch mein Leben, mal mehr, mal weniger intensiv, wie es bei Neurodermitis öfter der Fall ist. Was die Hautpflege angeht, habe ich früher vieles falsch gemacht. Doch seinerzeit war Naturkosmetik echt noch grausam. Schon die Verpackungen verhinderten, dass man ernsthaft darüber nachdachte, mit so was die eigene Haut pflegen zu wollen. Und dann gab es dazu auch noch die fiesen Gerüche, die man so oft bei natürlicher Kosmetik vernehmen musste. Dem gegenüber standen all die modernen und neuen Wundermittelchen, von denen eins hübscher war als das andere und jedes duftete einfach zauberhaft. Wer nicht gerade ein überzeugter Öko war, der konnte sich nur gegen Naturkosmetik und Bioprodukte wehren. Von Silikon, Konservierungsstoffen, Duftstoffen und Co hatte ich seinerzeit nie etwas gehört, zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. Ganz anderes jedoch meine Haut, denn die erinnert sich tagtäglich allerbestens an den Dreck, mit dem ich seinerzeit dachte, ihr Gutes zu tun. Und zwar in Form meiner Neurodermitis.

Bei Neurodermitis am besten natürlich die Haut pflegen
Bei Neurodermitis am besten natürlich die Haut pflegen

Spießroutenlauf gegen die Hauterkrankung

Meine sonst so gesunde Haut wurde von einem Tag auf den anderen zur kranken Haut. Schnell folgte der erste Gang zum Hautarzt, der schon bald zur Routine wurde. Bis ich alle Hautärzte durch und mit den Folgen von Kortisonbehandlungen zu kämpfen hatte. Mondgesicht, dünne Haut und so manches mehr. Der Hautarzt, den ich als letzten konsultierte (weil er auch Homöopath war und ich so was niemals in Anspruch nehmen wollte), klärte mich dann endlich vernünftig auf, reduzierte erst und setze bald das Kortison ab und brachte mich auf den Weg zur Naturkosmetik. Er überzeugte mich davon, dass es bei Neurodermitis besser sei, die Hautpflege möglichst natürlich zu erledigen, anstatt mit risikoreichen Medikamenten meine Hauterkrankung zu behandeln. Leider habe ich diesen großartigen Arzt viele Jahre zu spät aufgesucht, so dass sich meine Haut nicht mehr vollständig von schlechter Hautpflege und den Folgen erholen wird. Dennoch kann ich heute möglichst gesund mit Produkten aus dem Bereich der Naturkosmetik meine Haut pflegen, wie ich es zum Beispiel hier ausführlicher beschrieben habe.

Meine Haut wird älter – und nun?

Gewiss bin ich nicht mehr oder weniger eitel als andere Frauen auch. Doch mit meinen nunmehr 40 Lenzen mache ich mir deutlich mehr Gedanken, wie ich möglichst die Bildung von Falten noch ein paar Jahre hinauszögern kann. Denn obwohl meine Haut bei Neurodermitis mir ziemlich übel mitspielt, ist mein Gesicht noch super in Schuss und um die Augen herum sind noch keine erwähnenswerten Linien oder Fältchen zu sehen. Vielleicht liegt dies auch daran, dass ich im Gesicht immer geizig war, was Hautpflege anbetrifft, denn ich mag einfach keine Creme mit üblichen schädlichen Zutaten im Gesicht. Diese Erkenntnis ist nicht erst ab dem Zeitpunkt aufgekommen, seit ich Naturkosmetik verwende, sondern rührt schon aus meiner Kindheit her, wenn meine Mutter mir mit ihrer ach so guten Hautpflege (blaue Dose, weiße Schrift) zuleibe rücken wollte. Diese fühlte sich im Gesicht wie eine Schicht aus Plastik an und war mir ein absoluter Graus. Heute bin ich natürlich schlauer und weiß, dass meine Aversion gegen diese Creme eigentlich eine sehr gesunde Abwehrreaktion meines Körpers war. Unterbewusst habe ich dann eigentlich nie mein Gesicht gepflegt und wohl gerade deshalb in diesem Bereich keine Probleme. Doch ab 40 sieht´s eben doch etwas anders aus und darum beuge ich inzwischen natürlich Altersflecken vor und versorge meine Haut vorsichtig und mit Bedacht zusätzlich mit Feuchtigkeit, zumal ja auch die  Mineralkosmetik einen guten Feuchtigkeitsausgleich benötigt, wenn man nicht gerade zu öliger Haut neigt.

Hautpflege natürlich bei Neurodermitis
Hautpflege natürlich bei Neurodermitis

Spezielle Anti-Aging Hautpflege bei Neurodermitis?

Für mich stellte sich in den ausklingenden 30ern die Frage, wie ich künftig meine Haut pflegen würde. Kann ich meine Haut bei Neurodermitis natürlich pflegen und gleichzeitig Falten vorbeugen, ohne konventionelle Kosmetik mit Hightech-Wirkstoffen aus dem Labor anzuwenden? Ja, so etwas geht, weil es im Bereich der Naturkosmetik beispielsweise auch solche Produkte für Anti-Aging Anwendungen gibt. Sie verzichten nicht nur auf die ohnehin entbehrlichen Inhaltsstoffe wie

  • Farbstoffe
  • Parabene
  • Duftstoffe
  • Konservierungsmittel
  • Mineralöle
  • Paraffine

sondern auch auf die umstrittenen Silikone. Denn es ist nicht nur wichtig, auf die Hinweise „ohne Silikone“ oder „silikonfrei“ zu achten, sondern auch die übrigen Zutaten im Auge zu halten. Dennoch sind die Silikone auch in Cremes als gutes Beispiel zu verwenden. Das Zeug wird allzu häufig in Anti-Aging-Cremes als Filler (Füllstoffe – wie bei den Badezimmerfliesen) eingesetzt. Man kann sie meist sehr gut erkennen, wenn man die Creme mal etwas dicker auf die Haut aufträgt und dann abtrocknen lässt. Sobald die vermeintliche Hautpflege scheinbar eingezogen ist, kann man mit dem Fingernagel einfach mal leicht drüber kratzen und mit Entsetzen feststellen, dass sich ein Silikonfilm auf die Haut legt. Das sind dann beispielsweise die so genannten Crosspolymere – kleine Silikonfitzelchen, die die Falten verfüllen und jugendliches Aussehen – meist mit Soforteffekt – nur vorgaukeln. Ob so etwas gesund ist, bleibt dahingestellt. Schließlich werden die Poren beim Atmen behindert. Ich möchte so nicht meine Haut pflege, wenn man dabei überhaupt von Hautpflege sprechen kann. Und so ist für mich klar, ich pflege auch weiter natürlich und bleibe der Naturkosmetik treu.

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